Wenn das Produkt über der Dienstleistung steht …

Nach rund 10 Jahren, nachdem der Onlinehandel so richtig Fahrt aufgenommen hat, ist es dem Fachhandwerk noch nicht gelungen, sein Image bzw. seine Wertschätzung am Markt richtig zu platzieren.
Das Fachhandwerk muss sich immer noch mit den transparenten Onlinepreisen messen und schafft es nur in wenigen Fällen seine Stundensätze im gesunden Maße anzuheben. Gerade wo der Fachkräftemangel in aller Munde ist, wo die Bevölkerung das Gefühl hat, man müsse auf einen Handwerker ewig warten, wäre der Zeitpunkt für eine Imageträchtige Kampagne günstig und eine süffisante Anhebung der Stundensätze ideal.
Hier wäre der ZVSHK der richtige Impulsgeber und notwendige Vorreiter, um in dieser Richtung den notwendigen Schritt nach vorne zu gehen.
Dies passiert aber nur unzureichend. Man hat schlichtweg das Gefühl, dass die Schnelllebigkeit, die die Digitalisierung mit sich bringt, auch zu schnell ist für die Krawatten tragenden Handwerker beim ZVSHK.
Da es für die Industrie zweitrangig geworden ist, „wo“ deren Produkte verkauft werden und „wer“ diese letztendlich verbaut, wird es für das Fachhandwerk auch nicht leichter, sich am Markt zu behaupten. Hilfe oder eine gemeinsame Imagepflege steht nicht auf der Agenda.
Ja, dem Fachhandwerk geht es aktuell gut, man darf sich aber gerade in diesen Phasen nicht darauf ausruhen. Es gilt sich für die Zukunft richtig aufzustellen, denn spätestens wenn die Zinsen wieder steigen und die Baumaßnahmen abnehmen, wird es notwendig werden, seine Dienstleistung und Servicearbeiten wieder über das Produkt zu stellen.
Unser Aufruf: „Seid mutig. Beginnt damit die Stundensätze anzuheben und reduziert die Produktmarge. Vergesst nicht, es ist das Produkt das austauschbar ist“.

In diesem Sinne
Euer Team Handwerk e.V.