Wenn das Produkt über der Dienstleistung steht …

Nach rund 10 Jahren, nachdem der Onlinehandel so richtig Fahrt aufgenommen hat, ist es dem Fachhandwerk noch nicht gelungen, sein Image bzw. seine Wertschätzung am Markt richtig zu platzieren.
Das Fachhandwerk muss sich immer noch mit den transparenten Onlinepreisen messen und schafft es nur in wenigen Fällen seine Stundensätze im gesunden Maße anzuheben. Gerade wo der Fachkräftemangel in aller Munde ist, wo die Bevölkerung das Gefühl hat, man müsse auf einen Handwerker ewig warten, wäre der Zeitpunkt für eine Imageträchtige Kampagne günstig und eine süffisante Anhebung der Stundensätze ideal.
Hier wäre der ZVSHK der richtige Impulsgeber und notwendige Vorreiter, um in dieser Richtung den notwendigen Schritt nach vorne zu gehen.
Dies passiert aber nur unzureichend. Man hat schlichtweg das Gefühl, dass die Schnelllebigkeit, die die Digitalisierung mit sich bringt, auch zu schnell ist für die Krawatten tragenden Handwerker beim ZVSHK.
Da es für die Industrie zweitrangig geworden ist, „wo“ deren Produkte verkauft werden und „wer“ diese letztendlich verbaut, wird es für das Fachhandwerk auch nicht leichter, sich am Markt zu behaupten. Hilfe oder eine gemeinsame Imagepflege steht nicht auf der Agenda.
Ja, dem Fachhandwerk geht es aktuell gut, man darf sich aber gerade in diesen Phasen nicht darauf ausruhen. Es gilt sich für die Zukunft richtig aufzustellen, denn spätestens wenn die Zinsen wieder steigen und die Baumaßnahmen abnehmen, wird es notwendig werden, seine Dienstleistung und Servicearbeiten wieder über das Produkt zu stellen.
Unser Aufruf: „Seid mutig. Beginnt damit die Stundensätze anzuheben und reduziert die Produktmarge. Vergesst nicht, es ist das Produkt das austauschbar ist“.

In diesem Sinne
Euer Team Handwerk e.V.

DSGVO, der Fachhandwerker schüttelt mit dem Kopf

Der Schutz persönlicher Daten ist sehr wichtig. Und wenn man bedenkt, wie die großen Plattformen unsere Daten sammeln und weiterverarbeiten, wird einem mittlerweile angst und bange.

Wir sind so gläsern geworden, dass manch ein Anbieter vorher schon weiß, was wir später benötigen. Wir googlen nach einem neuen Fernseher und wie von Geisterhand, werden wir auf anderen Portalen immer wieder darauf aufmerksam gemacht.

Jetzt mit der DSGVO wird, oder besser soll, zumindest der Datenschutz bis hin zu einem möglichen Weiterverkauf unserer persönlichen Daten der Riegel vorgeschoben werden. Das ist nur zu begrüßen!

Wir kennen zwar keinen aktuellen Fall, wo der kleine Handwerksbetrieb um die Ecke mit Adressen hausieren ging, aber auch das Handwerk hat sich der DSGVO unterzuordnen.
Eingebrockt haben uns das aber Andere. Die Großen auf dieser Welt. Sei es drum, gleiches Recht für Alle. Und nun?

Macht der Handwerker im Keller beim Endkunden ein Foto, weil er vielleicht einen Wasserschaden für die Versicherung dokumentieren muss, braucht er die Einwilligung des Eigentümers. Papier, Unterschrift, Bürokratie.
Ja richtig, das Fachhandwerk hat für so einen Quatsch schlichtweg keine Zeit und wie gesagt, hat es auch kein Interesse an der Weiterreichung.
Trotzdem, es lässt sich ja nicht ändern. (Für Diejenigen die noch ein Formular benötigen, ist unten ein Musterschreiben als PDF angehängt)

Eine Frage haben wir aber dann doch noch. So als Gedankenanstoß für die Politik.
Warum wird das nicht auch so diskutiert, wie gerade aktuell das Thema mit der Organspende? Es wäre doch ein Leichtes es generell gesetzlich zu verbieten, dass man mit persönlichen Daten Unfug betreibt. Sprich, wäre es doch sinnvoll, wenn generell gelten würde, dass die aktuell benötigte Aufnahme der Daten, nur gerade den Bestimmungszweck der Verwendung erlaubt. Da muss es doch einen einfacheren Weg geben.

Aber wenn wir was in Deutschland können, dann ja bekanntlich Bürokratie.

Datenschutz PDF

Immer auf die Kleinen

Immer auf die Kleinen

Vorweg möchten wir festhalten, dass wir Kupferrohrleitungen für einen tollen Werkstoff halten. Jeder Handwerker wird auch schon seine Erfahrungen damit gemacht haben und allein schon wegen dem Umweltgedanken, spricht vieles für die Verwendung der roten Metallrohre.

Und spätestens seitdem man die Verbindungen, im besten Fall „kalt“ presst, gibt es gute Gründe das Kupfer- dem Verbundrohr vorzuziehen. Und wenn man noch weiter denken möchte, so darf man beim Kupferrohr auch sicher sein, dass der Fachhandwerker sich mit der Verarbeitung von Kupferleitungen auch in Zukunft Arbeit in Aussicht gestellt hat. Und sei es nur ein altersbedingter Rohrbruch, das Kupfer, so wissen wir Alle, wird irgendwann kaputt gehen.

Also, nicht nur aus Handwerkersicht, Kupfer ist ein toller Werkstoff.

Jetzt lesen wir allerdings von einem Rechtsstreit, auf den uns ein Vereinsmitglied aufmerksam gemacht hat. Hier wurde nämlich ein Fachhandwerker auf Schadenersatz verklagt, da es innerhalb von fünf Jahren an einer von Ihm verlegten Leitung zu Korrosionsschäden kam. Als Ursache wurden Verunreinigungen in den Leitungen bestimmt, deren Verantwortung man dem Fachhandwerker zuordnete. Auch das man andere Ursachen für möglich hielt, reichte nicht. Der Fachhandwerker hätte dies beweisen müssen.

Am Ende musste der Fachbetrieb den entstandenen Schaden dann schließlich begleichen.

Was wir davon halten sollen, wissen wir eigentlich nicht.

Aber: Wir glauben, dass es auf Sicht für die Kupferhersteller besser gewesen wäre, dies nicht soweit kommen zu lassen. Für die Hersteller von Kupferrohren ist dies mit Sicherheit ein großer Imageschaden und zumindest unser Fachhandwerker wird nach dem Gerichtsurteil einen großen Bogen um diesen tollen Werkstoff machen.

Euer Team Handwerk e.V.

In der SBZ 06.2019

Die Klempner-Krise …. wir wurden gebeten zu dem “Bild”-Bericht Stellung zu beziehen.
Das haben wir gerne gemacht (Danke an die Redakteure von der SBZ).

Den ganzen Artikel und unser Kommentar dazu in der beigefügten PDF:

Hier: 18031900

Schöne Beispiele ….

Zwei unserer Mitgliedsbetriebe hatten vor kurzem jeweils eine (sagen wir mal) Meinungsverschiedenheit mit Ihren Marktbegleitern. Wir hörten davon und wurden gebeten, hier mal objektiv Stellung zu beziehen. Wir stellten schnell fest, dass die Fronten verhärtet waren bzw. keine Partei nachgeben wollte.

Der Sachverhalt bei der ersten Geschichte sah so aus, dass ein Hersteller von Rückstauverschlüsse dem Fachhandwerker eine fehlerhafte Installation unterstellte und somit von einer Gewährleistung Abstand nahm.

Im zweiten Fall ging es um eine Markenarmatur, die sich der Kunde im Internet bestellte und sich von seinem Fachhandwerker einbauen ließ. Hier wurde nach der Montage festgestellt, dass an der Verchromung dass Messing durchschimmerte.

In beiden Fällen ging es um etwaige Kostenübernahmen, die der Hersteller nicht übernehmen wollte, da man unterschiedliche Meinungen über die Ursache und deren Verantwortung sah.

Wir haben dann mit der Erlaubnis unseres Mitgliedes den Schriftverkehr mit den Herstellern gesucht und unserer objektive Sicht der Dinge dargestellt. Fast wie beim Schiedsgericht konnten wir vermitteln und am Ende eine Lösung präsentieren, wo keine Partei Ihr Gesicht verlor. Vielleicht lag es daran, das wir als „Verein für das Fachhandwerk“ nicht so oberflächig abgestempelt wurden, wie eventuell der einzelne Betrieb. Wir wissen es nicht, aber auf jeden Fall konnte der für alle Beteiligten nervige Fall aus der Welt geschafft werden.

Wer also ähnliche Erlebnisse mit seinen Herstellern, oder Lieferanten macht, der kann uns gerne mit einbeziehen. Vielleicht können wir da ja auch helfen.

 

In diesem Sinne …. Euer Team Handwerk e.V.

 

„Weiß ist nicht immer gleich weiß, dass wissen wir mittlerweile. Sei es nun der Blickwinkel, oder der Lichteinfall. Manchmal gibt es unterschiedliche Meinungen und trotzdem haben Beide Recht“.

Unser Rückblick auf den Zukunftskonkress

Am 16.01.2019 war es mal wieder soweit, der SHK-Zukunftskongress fand zum 6 x in Hannover statt.

Mit Jens Drebenstedt als Initiator, Veranstalter und SHK-Meister ist dieser Zukunftskongress, gerade für unsere Branche, immer eine Reise wert. Mit dem Schwerpunkt, was die Veränderungen und der Fortschritt, für die SHK-Branche bedeuten und wie man sich den anstehenden Herausforderungen stellt, ist es für jedem selbstständigen Firmeninhaber ein Ausblick auf das Kommende.

Auch in diesem Jahr waren die eingeladenen Gäste etwas ganz Besonderes. In seiner sehr kurzweiligen, humorvollen und unverwechselbaren Interpretation, fesselte der ehemalige Bundestagabgeordnete, Wolfgang Walter Wilhelm Bosbach, die anwesenden Gäste. Nicht nur seine politische Sicht, die unter anderem auch den Einfluss der chinesischen Investoren auf die deutsche Wirtschaft beinhaltete, war kurzweilig und informativ, sondern auch die Ansicht zu den europäischen Herausforderungen die auf uns durch die Zuwanderung zukommen.
Zum Thema „Brexit“, oder/und „Trump“, wurde verdeutlicht, dass alle diese Störfeuer auch Einfluss auf unsere Wirtschaft und den freien Handel haben. Kernaussage war, dass wir aufpassen müssen, nicht den Anschluss zu verlieren und das wir in unserem Land die Voraussetzungen schaffen müssen, dass junge Unternehmer oder Start Ups, sich auch in Deutschland verwirklichen können.

Mit Dr. Tillmann von Schroeter, war dann ein weiteres Schwergewicht am Start. Der Geschäftsführer Deutschland bei Vaillant, ließ durchblicken wie der Konzern sich positionieren wird und wie wichtig Ihm dabei auch das Fachhandwerk ist. Die elektrische Spate ist auch bei Vaillant ein Hauptthema. So wird z.B. die Wärmepumpe, nach Ansicht von Dr. Tillmann von Schroeter, weit mehr an Bedeutung gewinnen, wie es im Allgemeinen vielleicht vermutet wird. Hier sieht Vaillant ein Wachstumsmarkt, der von Vaillant auch seine Unterstützung erfährt. Die Brennstoffzelle hingegen, so Dr. Tillmann von Schroeter, spielt bei Vaillant wohl keine Rolle mehr. Zum Thema Facharbeitermangel wurde auch Stellung bezogen. Hier ist man der Meinung, dass man durch die wachsenden Anforderungen keine halben Sachen machen kann und es zur Hauptaufgabe zählt, dass man junge Menschen für unseren Beruf begeistert, gewinnt und vernünftig ausbildet. Uns allen sollte es gelingen, das Berufsbild für junge Menschen interessanter und erstrebenswerter zu machen.

Nicht vergessen werden darf aber Jens Drebenstedt. Als Branchenkenner und durch seiner Nähe zum Fachhandwerk, wagte er einen Blick in unserer nahen Zukunft. Er zeigte auf, wie wichtig es ist in der digitalen Welt gefunden zu werden. An einem Beispiel wurde z.B. eine Marketingaktion über Facebook herangezogen, die verdeutlichte, wie hier die Menschen erreicht werden. Er prophezeite, dass es auch in Zukunft für das Fachhandwerk an Arbeit nicht mangeln wird. Die Frage sei jedoch, ob wir es auch schaffen unseren Deckungsbeitrag zu erreichen. Dies würde trotz Facharbeitermangel zukünftig schwieriger werden.

 

Alles im Allem, war die Veranstaltung wieder ein Highlight und 2020 ist fest eingeplant.

Euer Team Handwerk e.V.

Freund oder Feind

Das Jahr hat gerade wieder angefangen und schon liest man bei SHK-Tacheles die Schlagzeile: “Geldwäscheskandal schlägt große Wellen“.

Hier wird berichtet, dass man namhafte Hersteller nach der Kartellgeschichte vom letzten Jahr, jetzt erneut einen Skandal mit kriminellen Hintergrund nachsagt.

Man fragt sich, was dürfen sich die Großen der Branche eigentlich noch alles erlauben, damit der Fachinstallateur sich mal wehrt. Ganz aktuell sind auch die Gedankenspiele, wo die Heizkesselhersteller die kompl. Dienstleistung anbieten wollen. Ist es noch ein Miteinander, oder schon ein Gegeneinander? Der Wettbewerb hat sich augenscheinlich verschoben. Es sind nicht mehr die Installateure um die Ecke, es sind die großen Player der Branche, die flächendeckend Plattformen schaffen und dem regionalen Fachhandwerker die Kunden streitig machen.

Auch wenn es keiner sehen will, hier ist ein Hauen und Stechen entbrannt, wo jeder für sich die Poleposition ergattern will. Und genau hier fällt es dem betuchten Fachhandwerker schwer, Schritt zu halten.

Wir werden oft gefragt, was das Fachhandwerk machen müsste, um selbst wieder die Fäden in der Hand zu halten. Dies ist pauschal nicht so einfach zu beantworten. Sicherlich sollte man selbst eine regionale Marke darstellen, die durch ihre Dienstleistung überzeugt und den Kunden noch als Individuum sieht. Jedoch um sich wirklich positionieren zu können, bräuchte es etwas mehr. Dies vorweg, es reicht auch nicht sich einem Einkaufsverband anzuschließen. Das bringt zwar Vorteile, aber auch hier ist der Fachhandwerker nur ein Bindeglied in der Kette.

Unsere Vision wäre eine gänzlich andere. Das Fachhandwerk müsste sich nur einig sein. Wenn z.B. die 5000 verkaufsaktiven Installationsbetriebe, selbst eine „echte Handwerkermarke“ ins Leben rufen würden, wären sie schlagartig auf Augenhöhe. Wie das aussehen könnte? Das Fachhandwerk müsste als Hersteller auftreten, ähnlich wie bei Apple oder Vigour, könnten Produkte über den Fachhandwerker erstellt und vertrieben werden. Ein offenes System, wo jeder Fachhandwerker der sich anschließt, seine Produktmarge an erster Stelle und nicht am Ende der Kette erhält. Diese Marke, die sich über die komplette Badausstattung erstrecken sollte, müsste dann bevorzugt in den eigenen Ausstellungen angepriesen und veräußert werden. Quasi ein 4-stufiges Vertriebssystem, dass für jeden Großhändler und Fachinstallateur zugängig wäre. Der Grundgedanke sollte verstanden sein. Die Handwerkermarke, die jetzt vor kurzem aufgelöst wurde, war eine halbherzige Geschichte, die keinen wirklich zufrieden gestellt hat. Das Modell war zwar gut gemeint, aber hat eben auch gezeigt, dass Lippenbekenntnisse keine Sicherheit versprechen.

Wir bleiben neugierig …. Anregungen, Fragen und Meinungen bitte wie gewohnt per Mail an uns.

Allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019

Euer Team Handwerk e.V.

Team Handwerk e.V. wünscht eine schöne Weihnachtszeit

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende und ein Blick in die Zukunft darf gewagt werden. Man hat zwar das Gefühl, durchgehend gearbeitet zu haben und ist doch irgendwie enttäuscht. Woran liegt das und warum hat das Fachhandwerk eine Mamut Aufgabe vor sich?

Der Kampf um die Endkunden ist kein regionaler Kampf mehr. Bundesweit aufgestellte Plattformen, die Heizungskunden und Badinteressenten direkt ansprechen, stehen im Wettbewerb mit dem regionalem Installateur. Sich unterordnen, oder besser gesagt einspannen zu lassen, ist für viele mittelständige Handwerksbetriebe oft nur noch der einzige Weg die Kunden zu erreichen, die sonst verloren wären.
Zu allem Überfluss, hat es das Fachhandwerk in 2018 immer noch nicht geschafft, seine Dienstleistung so anzupassen, dass man die wegbrechende Mischkalkulation auffängt.
Hier muss das Ziel sein, die handwerkliche Dienstleistung auf ein neues Level zu hieven. Erst wenn es bundesweit selbstverständlich wird, dass die Monteurstunde annährend das Doppelte kostet, wird das Fachhandwerk wieder den Stellenwert erfahren, den es verdient hat.

Solange aber augenscheinlich der Mensch im Blaumann weniger Wert ist, wie Jemand der unfallfrei die Computermaus hin- und herschiebt, wird sich dies auch in 2019 nicht ändern.
Wir von “Team Handwerk e.V.” werden weiter unseren (kleinen) Teil dazu beitragen, dass man unsere Dienstleistung nicht hinter dem Produkt stellt.

Wir wünschen allen Freunden des Fachhandwerks eine gesegnete Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr. “Gott schütze das ehrbare Handwerk und vor allem seine Dienstleister”.

Weihnachten

Wir sind dabei, sei du es auch ….

Zukunftskongress

Der 6. Zukunftskongress in Hannover steht vor der Tür. Am 16. Januar startet das Jahr direkt wieder mit informativen, brancheninternen und potenziellem Zukunftswissen.

Jens Drebenstedt, Dr. Tillmann von Schroeter und Wolfgang Bosbach, geben Einblicke was uns im Handwerk erwartet.

Alles Informationen findet Ihr in der beigefügten PDF.

Euer Team Handwerk e.V.

 

Einladung_A3_6Zukunftsworkshop_A4

 

 

Wartung durch Hersteller

Es macht schon wieder die Runde, dass einzelne Hersteller auch die Wartungen anbieten möchten. Zumindest ist bekannt, dass die Firma Viesmann und auch die Firma Vaillant mit entsprechenden Vorschlägen an den Zentralverband SHK herangetreten sind.

Die Firma Stiebel Eltron soll da schon einen Schritt weiter sein und Endverbraucher direkt angeschrieben haben. Angedacht ist wohl jetzt ein Gespräch mit führenden Herstellern und dem Zentralverband SHK, um etwaige Missverständnisse auszuräumen.

Was wir als “Verein für das Fachhandwerk” davon halten, kann man sich ja denken. Wir haben unsere Meinung und unsere Bedenken geäußert und auch eine klare Erwartungshaltung an unseren Zentralverband.
Hier gibt es aus unserer Sicht keinen Spielraum und schon gar keinen Grund es gutzuheißen. Der Service und die Wartung sind die Instrumente, mit dem das Fachhandwerk seine Kunden bindet. Es wäre fatal und kurzsichtig, hier nicht klare Kante zu zeigen und Zugeständnisse zu machen.

Uns ist natürlich klar, dass auch die Industrie unter dem allgegenwertigen Facharbeitermangel leidet. Man könnte noch mehr Kessel an den Mann bringen und noch mehr Umsatz generieren. Hat man in den Folgejahren den Fuß dann in der Tür, ist auch der Nachkauf gesichert. Die Denkweise ist verständlich, legitim und nachzuvollziehen. Aber wo bleibt dann unser SHK-Fachhandwerk? Um hier nicht abgehängt zu werden, muss man dem Tempo folgen …. Einmal verlorener Boden, ist aber verloren. In Zeiten wo die Auftragsbücher voll sind, sollten zukünftige Auftragsfelder nicht kampflos abgegeben werden.

Daher ist die Frage recht einfach und so stellen wir Sie auch in den Raum:

Will die Industrie zusammen mit uns den Markt bestreiten, oder eben alleine?

Noch stehen wir auf der selben Seite, hoffen wir zumindest.

In diesem Sinne – Team Handwerk e.V.