Team Handwerk e.V. informiert

Team Handwerk Coronavirus Infoletter – Verdienstausfall

Der heutige Montag startete für viele Mitglieder, die Selbstständig sind oder ein Unternehmen führen mit einer Reihe von Verunsicherungen, die noch zusätzlich zu den bereits vorhandenen hinzukamen!
Viele haben schlichtweg Angst, ob Sie diese Krise überstehen, das muss man an dieser Stelle so offen sagen du das ist absolut verständlich!
Wir wollen unsere Stärken für Euch einsetzen und so gut es geht helfen!
Daher veröffentlichen wir Heute mehrere Artikel und Berichte mit Hinweisen, nützlichen Tipps und Hilfestellungen!Den Anfang machen wir mit einem Handout für Unternehmen, Selbstständige und Angestellte hinsichtlich vorhandener Verdienstausfälle!

Verdienstausfall für Angestellte

Entschädigung bei Verdienstausfällen durch Quarantänen
Erfahren Arbeitnehmer/innen durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot einen Verdienstausfall, ohne selbst erkrankt zu sein, haben sie Anspruch auf Entschädigung.Der Arbeitgeber zahlt die Entschädigung zunächst für 6 Wochen. Auf Antrag werden ihm die Aufwendungen vom Landschaftsverband Rheinland erstattet. Nach Ablauf der 6 Wochen beantragen betroffene Arbeitnehmer/innen die Leistungen direkt beim LVR. Die Höhe entspricht dann dem gesetzlichen Krankengeld.

Selbständig Erwerbstätige haben ebenfalls Anspruch auf Entschädigung, wenn gegen sie ein behördliches Tätigkeitsverbot verhängt wird und sie dadurch einen Verdienstausfall erleiden.
Der Antrag muss schriftlich innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung des Tätigkeits-
verbotes oder der (häuslichen) Absonderung gestellt werden.

Der LVR hat eine Servicenummer für Fragen zu Verdienstausfällen bei Quarantänen bei Verdacht auf Coranavirus-Erkrankung eingerichtet:
Montag bis Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Telefon: 0221-809-5444

Verdienstausfall für Unternehmen

Finanzhilfen bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf:
Kommt es in Folge der Verbreitung des Coronavirus zu Umsatzrückgängen, kann es erforderlich werden, die fehlenden Zahlungseingänge durch Betriebsmittelkredite zu überbrücken. Hier stehen Unternehmen eine Reihe von etablierten Förderinstrumenten zur Verfügung:Express Bürgschaft
Unternehmen die mindestens 3 Jahre am Markt sind, können für die Absicherung eines Betriebsmittelkredites oder Kontokorrentrahmens eine Expressbürgschaft beantragen.

Bürgschaftshöhe:
50%ige oder 60%ige Ausfallbürgschaft gegenüber Kreditinstituten für Kredite bis € 300.000

Antragsweg:
Der Antrag auf eine ExpressBürgschaft erfolgt online durch die Hausbank

Laufzeit:
Für Betriebsmittelkredite, Kontokorrent- oder Avalkredite
6 Jahre

Kosten:
je nach Bürgschaftshöhe bei 50 % – Bearbeitungsentgelt 0,75 % der zu verbürgenden Kreditsumme (mindestens 400 €) + Provision von 0,75 % p.A. bei 60 % – Bearbeitungsentgelt 1,50 % der zu verbürgenden Kreditsumme mindestens 400 € + Provision von 1,00 % p.A.

Betriebsmittelkredit für Unternehmen,
die noch keine 5 Jahre bestehen

ERP Gründerkredit Startgeld – Betriebsmittel
Höchstbetrag:
30.000 €
Laufzeit:
max. 10 Jahre, bei max. 2 Tilgungsfreijahren
Sicherheit:
80%ige Haftungsfreistellung für die Hausbank
Antragsweg: der Antrag erfolgt über die Hausbank

NRW.Bank Gründungskredit – Betriebsmittel
Mindestbetrag:
25.000 €
Laufzeit:
5 Jahre bei einem tilgungsfreien Jahr
Sicherheit:
kann mit einer Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank kombiniert werden
Antragsweg:
der Antrag erfolgt über die Hausbank

Betriebsmittelkredit für Unternehmen,
die älter als 5 Jahre sind

KfW-Unternehmerkredit – Betriebsmittel
Laufzeit:
2 Jahre endfällig oder 5 Jahr e bei einem tilgungsfreien Jahr (je nach Kredithöhe)
Sicherheit:
kann mit einer Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank kombiniert werden
Antragsweg:
der Antrag erfolgt über die Hausbank

NRW.Bank Mittelstandskredit – Betriebsmittel
Mindestbetrag:
25.000 €
Laufzeit:
5 Jahre davon 1 Jahr tilgungsfrei
Sicherheit:
kann mit einer Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank kombiniert werden
Antragsweg:
die Antragstellung erfolgt über die Hausbank

Corona und Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen auf Grund des Coronavirus einen vorübergehenden Auslastungsrückgang in dessen Folge die Arbeitszeit reduziert werden muss, kann bei der Agentur für Arbeit grundsätzlich Kurzarbeit beantragt werden.Darauf weist die Agentur aktuell hin.

Hinweis: Im Vorfeld muss die rechtliche Grundlage im Unternehmen geprüft werden, ob Kurzarbeit durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag angeordnet werden kann.

Durch Kurzarbeit sollen betriebsbedingte
Kündigungen vermieden werden.

Die Agentur für Arbeit prüft in jedem Einzelfall, ob die Voraussetzungen für die Auszahlung von Kurzarbeitergeld erfüllt sind.

Der Antrag muss vom Arbeitgeber gestellt werden. Das ist online möglich.

Beratung zum Kurzarbeitergeld erhalten Unternehmen unter der eingerichteten Servicehotline für Arbeitgeber:

Bundesagentur für Arbeit/Kurzarbeitergeld
Kontaktinformationen
Tel.: 0800 4555520

Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg
Mercatorstraße 22–24
47051 Duisburg
Telefon: 0203 2821-0
E-Mail: ihk@niederrhein.ihk.de

Saturn oder, doch Mediamarkt

Es ist natürlich egal, zumindest Denen …. da beide zur Metrogruppe gehören.
Diesem Beispiel folgend, kann man auch Parallelen in die SHK-Branche ziehen. Seien es geplante Übernahmen, Einkäufe oder bewusst gestreute Blendgranaten. Die Branche schläft nicht.

Unser beliebtester Online-Händler, hat offensichtlich auch seine Hände in einem anderen Onlineshop, um sich hier bei den Schnelldrehern auch die Abtrünnigen noch zu angeln. Kann man machen, macht man auch so.
Eine Plattform wie z.B. die Thermobox, liegt bekanntlich in den Händen der GC-Gruppe. Ist zwar den meisten bekannt, aber hier müsste man schon genauer hinschauen um die Verhältnisse offensichtlich zu machen.
Teilweise wird sich in einzelne Vertriebsorganisationen eingekauft, um dann im Hintergrund die Strippen zu ziehen. Legitim, aber halt undurchsichtiger für die, die nicht hinter der Fassade schauen wollen.

Villeroy & Boch, so hört man, möchte jetzt Ideal Standard übernehmen. Wahrscheinlich gibt es viele gute Gründe dafür. Anders als bei GEBERIT (Keramag) gehen wir zwar davon aus, dass der Markenname weiterhin bestehen bliebe, aber auch hier wird der Markt kleiner.

Und auch beim Großhandel sind sich alle Experten einig. In ein paar Jahren wird es bundesweit nur noch eine Hand voll Zwischenhändlern geben. Die Großen fressen eben die Kleinen … und bei dem weiteren Ausbau von Eigenmarken, wird auch hier der Endkunde direkter angesprochen.

Die Industrie scheut offensichtlich die Diskussion mit dem Endkunden. Diese Aufgabe schieben Sie schön dem Fachhandwerker zu. Anders ist folgende Maßnahme halt nicht zu begründen:

HansGrohe senkt die Listenpreise um 30 %.

Ja, haben andere auch schon vorgemacht. Es ist aber natürlich Quatsch, dass man hiermit dem Fachhandwerk einen Gefallen tut. Man könnte uns ja direkt beliefern, dann könnten wir daran vielleicht noch Spaß haben, aber so geht man denn einfachsten Weg und vergisst den Fachhandwerker mit ins Boot zu nehmen.

Anmerkung: HansGrohe ist ohne Zweifel eine tolle Marke. Gerade wenn es in den hochwertigen Bereich, aber auch in der nachhaltigen Unterputz-Montage geht, kommt man an HansGrohe (noch) nicht herum.

Allerdings fragen sich immer mehr unserer Kollegen, warum man für die Hersteller den Kopf hinhalten soll. Denn nichts anderes ist es.
Wer hinterfragt, was sich für die Industrie bei der Senkung der Listenpreise ändert, wird schnell erkennen, dass dies nur einseitige Vorteile bringt.

Schöner wäre gewesen, wenn die Industrie und das Fachhandwerk mal zusammen eine Strategie erarbeiten würden.
Aber, und da nehmen wir unseren Fachverband mal mit in die Verantwortung, ist hier jede Seite der Meinung für sich alleine auf die veränderten Ereignisse reagieren zu müssen.

Das sehen wir allerdings ein wenig anders. Wenn man nicht weiter auseinander driften möchte, muss eine gemeinsame Strategie her. Aber ist das überhaupt gewollt?
Die guten alten Zeiten, wo es den Schulterschluss von Industrie, Fachhandel und Fachhandwerk noch gab, sind längst Geschichte.
Wurde früher der Endkunde als gemeinsame Beute ausgemacht, wo jeder seinen Teil abbekam, will heute jeder nur noch das beste Stück und der Schwächste, muss am Ende das Fleisch vom Knochen knabbern.

Auf Sicht sind die Großen im Vorteil und die Fachhandwerker diejenigen, die Antworten finden müssen.

Das hier immer mehr Zweistufler offene Türen beim Fachhandwerker aufreißen, ist nicht überraschend. Einkaufsorganisationen werden für Firmen immer interessanter und wertvoller.

Man darf gespannt sein, wo die Reise hingeht. Spätestens wenn es mal wieder ruhiger in den Auftragsbüchern wird, kommen neue Herausforderungen auf uns Handwerker zu.

Egal was kommt, einer muss es ja machen.

In diesem Sinne

 

Euer Team Handwerk e.V.

 

Installateurmeister R. Blumhof schreibt hierzu, wie folgt:

„Ich danke Euch von Team Handwerk, dass Ihr das einmal so kritisch hinterfragt. In der „markt-intern“ haben sich Vertreter von HansGrohe zu der Preissenkung geäußert und alles schöngeredet.
Da wird von einer Chance für das Fachhandwerk gesprochen und das es nun einfacher für uns wäre, die Preise dem Kunden zu vermitteln. Offensichtlich haben da alle vergessen, dass der Produktverkauf nicht unser Hauptaugenmerk ist, sondern die Gesamtleistung von Lieferung und Montage. Jetzt verschiebt sich die Diskussion vom Produkt auf die Dienstleistung. Ich darf dem Endkunden jetzt erklären, warum mein Stundensatz nach oben explodieren muss, um meinen Deckungsbeitrag zu erzielen. Ich finde es unpassend, dass sich hier jetzt Industriepartner hinstellen und es so auslegen, als würde man dem Fachhandwerker damit einen Gefallen tun. Allein die Industrie geht mit diesem Schritt der Diskussion aus dem Weg und zwingt uns Fachhandwerker anders in Zukunft zu agieren. Ich für meinen Teil entscheide das aber gerne noch selber. Mir ist zwar bewusst, dass ich als Dienstleister meine Dienstleistung teurer verkaufen muss, aber bitte sprecht nicht davon, mir damit einen Gefallen zu tun“.

Team Handwerk e.V. sagt “Danke” für die Meinung und ladet Alle dazu ein, sich auch hier dazu zu äußern. Wer also auch was dazu schreiben möchte, bitte an info@team-handwerk.de

(Anonyme Kommentare können wir leider nicht veröffentlichen. Danke für euer Verständnis)

 

Sigmar Gabriel und Weihnachtsgrüße

In der Vorweihnachtszeit gab sich Sigmar Gabriel in Duisburg die Ehre und sprach im “Haus der Unternehmer” vor
einem erlesendem Publikum, über die Wirtschaft und der Weltpolitik.

Sehr kurzweilig ging er hier auf die Spannungen zwischen den USA und China ein
und sprach auch über die Folgen für die deutsche Wirtschaft.
Die NATO, der Brexit … alles steht im Zusammenhang und entscheidet über unser
Ansehen in der Welt.
Deutschland, keine Atommacht und kein Land das mit begehrten Bodenschätzen
aufwarten kann, hat sich in den letzten 75 Jahren ausschließlich über seine Welt-
wirtschaft ein Standing in der Welt erarbeitet, wie Gabriel ausführte.

Genau hier wird es lt. Gabriel im nächsten Jahrzehnt entscheidend sein, wie sich
Deutschland zukünftig darstellt. Die Märkte verschieben sich und nur wenn

sich unser Land auch unangenehmen Situationen stellt, wird es in der Lage sein sich weiterhin auf Augenhöhe zu behaupten.
Dies geht seiner Meinung nach, nur mit einem starkem Europa. Hier müsse man enger zusammenrücken und im bestem Fall
den Euro weiter stärken, indem man ihn wie den Doller als Welt-Währung aufwertet.

Interessant war auch die Aussage, Deutschland müsse in seiner Zukunft investieren und nicht das Geld in der Gegenwart verwalten.
Gerade wo die Zinsen so gering sind, müsse in Infrastruktur investiert werden. Aber auch so zukunftsträchtige Technologien, wie z.B.
die KI (künstliche Intelligenz) wird seiner Meinung nach zu wenig gefördert. An dem Beispiel, dass China 100 Milliarden und
Deutschland gerade einmal 6 Milliarden dafür zur Verfügung stellt, machte er die Unterschiede deutlich.

Auch unser 1. Vorsitzender, Stefan Scheelen, nutze im Anschluss die Gelegenheit sich in lockerer
Atmosphäre mit Herrn Gabriel auszutauschen.

Auch wenn das Zeitfenster klein war, Sigmar Gabriel nahm sich gerne die Zeit dafür, um mit
uns ein paar Sätze zu wechseln. Er begrüßte unser Arrangement, sich für das Fachhandwerk einzusetzen
und hob hervor, dass wohl alle in der Welt uns um unsere Fachhandwerker beneiden.

Ihm ist in Zeiten der Digitalisierung nicht entgangen, dass die Industrie neue Wege einschlägt um in
der schnelllebigen Zeit ihr Wachstum zu sichern. Allerdings versicherte er auch, dass gute Handwerker
immer davon profitieren werden, dass ein Roboter Sie nicht wie in der Autoindustrie schon üblich,
einfach so ersetzen könne.

Da hat er wohl recht. Und wer nicht zu ersetzen ist, hat auch einen gewissen Wert. Also, verkauft
Euch nicht unter Wert  … in diesem Sinne eine schöne Weihnachtszeit und nen guten Rutsch.

Euer Team Handwerk e.V.

 

“Der Mittelstand ist die Basis”

Wir konnten die Gelegenheit nutzen und uns kurz mit Friedrich Merz austauschen.
Der Mittelstand und somit auch unser Fachhandwerk ist ein Aushängeschild für unser
Deutschland.

Eine Erfolgsgeschichte, größter Arbeitsmarkt und eine Innovationsplattform
um die uns die ganze Welt beneidet.

Stefan Scheelen und Friedrich Merz

Seid stolz auf unser Handwerk. Wo wir woanders den Anschluss verlieren,
ist das deutsche Fachhandwerk unbestritten Weltmarktführer.

Euer Team Handwerk e.V.

Team Handwerk e.V. erstellt Image-Film für’s Fachhandwerk

Team Handwerk e.V. hat einen Image-Film in Auftrag gegeben, der eine gemeinsame Botschaft vermitteln soll. Übertrieben dargestellt, soll hiermit aufgezeigt werden, dass man besser auf seinen regionalen Fachbetrieb setzt, als auf Jemanden den man nicht kennt. Frei nach dem Motto:”Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach”, soll die Dienstleistung in den Vordergrund gestellt werden.

Leider werden ja immer häufiger Bestands- und auch Neukunden von überregional tätigen Organisationen (Thermondo, Kesselheld, etc.) abgeworben. Eine regionale Bindung scheint in den Hintergrund zu rücken und doch ist es besser den Fachhandwerker zu kennen. 

 Bitte klicke auf das Feld um Dir deinen ganz persönlichen Video-Clip anzusehen: 

Wir von Team Handwerk e.V. wollen dabei helfen diese Botschaft beim Kunden zu stärken. Deshalb subventionieren wir auch dieses Video, das sonst dem Fachhandwerker alleine viel Geld kosten müsste. Hier bekommst du dein eigenes Video für die immer wichtig werdenden Medien, zum Preis einer Zeitungsanzeige!           

Wir bieten es wie folgt an:

  • Für Fachbetriebe, auch wenn Sie kein Mitglied sind, ist es für einmalige (549,- €) 449,- € zu bekommen.

(Preise verstehen sich zzgl. MwSt.)

ALLES DRIN, KEINE ZUSÄTZLICHEN KOSTEN ( DAFÜR STEHEN WIR MIT UNSEREM NAMEN )

In den aufgeführten Preisen ist der Aufwand für das Einpflegen der personalisierten Firmenangaben (gerne auch mit Logo) schon berücksichtigt. Es handelt sich hier ausschließlich um eine Einmalzahlung, wo das Video ohne zeitlicher Begrenzung genutzt werden darf. Es ist auch nicht an einer Mitgliedschaft oder irgendeinem Abo gebunden.

Das Video wird so zur Verfügung gestellt, dass man es auf seiner Homepage, per Mail, aber auch über Facebook, WhatsApp, Messenger etc. vertreiben kann. 

Wir brauchen nur Firmenname, gerne auch ein Logo (wenn vorhanden) und innerhalb kürzester Zeit wird Dir dein ganz persönlicher Video-Clip zur Verfügung gestellt.

Bei Interesse einfach eine kurze Mail an: info@team-handwerk.de

Euer Team Handwerk e.V.

HansGrohe senkt Listenpreise zu unserem Vorteil ?

Wir von Team Handwerk e.V. lesen ja gerne bei SHK-Tacheles mit. Hier wurde am 10.10.2019 die Information öffentlich gemacht, dass HansGrohe seine Listenpreise senkt.

Neben unserer ehrenamtlichen Tätigkeiten im Verein, sind wir aber auch alle Unternehmer. So erreichte uns am 11.10.2019 dann auch ein persönliches, allgemeingehaltenes Schreiben von HansGrohe, wo die Preissenkungen angekündigt und erklärt wurden.

Wir haben natürlich keinen Einfluss darauf, welche Listenpreise die Industrie in ihren Preislisten als UVP (Unverbindliche Preisempfehlung) veranschlagt. Dies wurde vorher ja schon von anderen Industriespaten so gehandhabt und ist natürlich der Transparenz im Netz geschuldet.

Was uns aber ein wenig aufstößt, ist die Aussage in so einem Schreiben, wo wörtlich gemeint wird, wir Fachhandwerker würden davon in unserer täglichen Arbeit profitieren.

Wir von Team Handwerk e.V. möchten dazu grundsätzlich einmal Stellung nehmen.
Im Gegensatz zu der Industrie, profitieren die SHK-Fachhandwerker nicht davon. Die Preisdiskussionen mit den Endkunden werden eher aufwendiger. Auf Grund der transparenten Preisgestaltung, die den Kunden über das Internet, den Online-Anbietern und den Baumärkten zugespielt wird, müssen wir Fachhandwerker nun die Dienstleistung teurer verkaufen. Der Deckungsbeitrag ändert sich ja nicht.

Wirklich profitieren würde das Fachhandwerk aber, wenn die Industrie bei ihrer Außenwerbung hilft, dem Endkunden die weggebrochene Mischkalkulation zu erklären.
Klar, dies ist nicht die Aufgabe der Industrie, eher unser Wunschdenken da das Fachhandwerk selbst diese flächendeckend wichtige Information nicht an den Mann zu bringen vermag.

Und trotzdem, es wäre für die Industrie die Chance zum Schulterschluss. In einer Zeit wo jeder sein Ding macht, könnten am Ende vielleicht wieder alle gemeinsam profitieren.
So hat man aber leider das Gefühl, dass man die Basis aus den Augen verloren hat und ein Ende ist leider nicht in Sicht.

Dieser Meinung ist zumindest Team Handwerk e.V.

Pilotprojekt in Holland ?

Wir bei Team-Handwerk e.V. sind ja begeisterte Leser von „shk-tacheles“. Es ist immer erfrischend, wie unverblümt hier die Dinge am Markt thematisiert werden.
Nun haben wir da gelesen, dass GROHE wohlmöglich daran denkt, die Badausteller, Installateure mit Ausstellungen, direkt zu beliefern. Die Zweistufigkeit scheint also auch hier nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Klar, die cleveren Fachbetriebe arbeiten schon lange mit dem Direktvertrieb zusammen, aber das eine Firma wie GROHE jetzt anscheinend diesen Weg auch gehen will, überrascht.
Man fragt sich zwangsläufig, ob man es im Hause GROHE bereut hat, das man seine Produkte über jeden erdenklichen Kanal vertrieben hat.
Wie bei allen anderen Hersteller auch, öffneten sich mit dem Internet und der damit verbunden Kundendirektansprache Scheunentore. Seit diesem Tag konnte man die Produkte überall vermarkten und dem Endkunden Preise vermitteln, wie sie es noch nie zuvor gab.

Was ist passiert? Der Fachhandel forcierte seine Eigenmarken und der Fachinstallateur suchte Alternativen um aus dem Preisvergleich zu flüchten. Bei vielen Bäderbauern, die hochwertige Badezimmer erstellen, sind die namhaften Hersteller nicht mehr zwingend das Maß der Dinge.
Und hier, so unsere Vermutung, werden gerade bei den hochpreisigen Produkten, die auch ein technisches Know-How bei dem Einbau nach sich ziehen, die Zahlen rückläufig sein.
Der Baumarkt-Kunde, oder der Heimwerker macht in der Regel eben einen Bogen um die anspruchsvolleren Produkte.
Diese werden nach wie vor von den Profis an den Mann gebracht. Ob dass der Grund ist, können wir wie gesagt nur vermuten, aber wenn man liest, wie der Handel auf die Nachrichten aus Holland reagiert, dürfte mittlerweile jedem klar sein das von einem Miteinander schon lange keine Rede mehr sein darf.

Die drei Säulen „Industrie, Fachhandel und Fachhandwerker“ sind auseinander gebrochen. Jeder macht sein Ding und jeder schaut wo er bleibt. Hätte man es vermeiden können? Wahrscheinlich nicht, aber eins wird hier trotzdem deutlich. Es ist die Qualität des Handwerkers, die entscheidend ist. Nicht das Produkt, den das Produkt ist austauschbar.

Also seit stolz auf Eure Dienstleistung – Euer Team Handwerk e.V.

Wenn das Produkt über der Dienstleistung steht …

Nach rund 10 Jahren, nachdem der Onlinehandel so richtig Fahrt aufgenommen hat, ist es dem Fachhandwerk noch nicht gelungen, sein Image bzw. seine Wertschätzung am Markt richtig zu platzieren.
Das Fachhandwerk muss sich immer noch mit den transparenten Onlinepreisen messen und schafft es nur in wenigen Fällen seine Stundensätze im gesunden Maße anzuheben. Gerade wo der Fachkräftemangel in aller Munde ist, wo die Bevölkerung das Gefühl hat, man müsse auf einen Handwerker ewig warten, wäre der Zeitpunkt für eine Imageträchtige Kampagne günstig und eine süffisante Anhebung der Stundensätze ideal.
Hier wäre der ZVSHK der richtige Impulsgeber und notwendige Vorreiter, um in dieser Richtung den notwendigen Schritt nach vorne zu gehen.
Dies passiert aber nur unzureichend. Man hat schlichtweg das Gefühl, dass die Schnelllebigkeit, die die Digitalisierung mit sich bringt, auch zu schnell ist für die Krawatten tragenden Handwerker beim ZVSHK.
Da es für die Industrie zweitrangig geworden ist, „wo“ deren Produkte verkauft werden und „wer“ diese letztendlich verbaut, wird es für das Fachhandwerk auch nicht leichter, sich am Markt zu behaupten. Hilfe oder eine gemeinsame Imagepflege steht nicht auf der Agenda.
Ja, dem Fachhandwerk geht es aktuell gut, man darf sich aber gerade in diesen Phasen nicht darauf ausruhen. Es gilt sich für die Zukunft richtig aufzustellen, denn spätestens wenn die Zinsen wieder steigen und die Baumaßnahmen abnehmen, wird es notwendig werden, seine Dienstleistung und Servicearbeiten wieder über das Produkt zu stellen.
Unser Aufruf: „Seid mutig. Beginnt damit die Stundensätze anzuheben und reduziert die Produktmarge. Vergesst nicht, es ist das Produkt das austauschbar ist“.

In diesem Sinne
Euer Team Handwerk e.V.

DSGVO, der Fachhandwerker schüttelt mit dem Kopf

Der Schutz persönlicher Daten ist sehr wichtig. Und wenn man bedenkt, wie die großen Plattformen unsere Daten sammeln und weiterverarbeiten, wird einem mittlerweile angst und bange.

Wir sind so gläsern geworden, dass manch ein Anbieter vorher schon weiß, was wir später benötigen. Wir googlen nach einem neuen Fernseher und wie von Geisterhand, werden wir auf anderen Portalen immer wieder darauf aufmerksam gemacht.

Jetzt mit der DSGVO wird, oder besser soll, zumindest der Datenschutz bis hin zu einem möglichen Weiterverkauf unserer persönlichen Daten der Riegel vorgeschoben werden. Das ist nur zu begrüßen!

Wir kennen zwar keinen aktuellen Fall, wo der kleine Handwerksbetrieb um die Ecke mit Adressen hausieren ging, aber auch das Handwerk hat sich der DSGVO unterzuordnen.
Eingebrockt haben uns das aber Andere. Die Großen auf dieser Welt. Sei es drum, gleiches Recht für Alle. Und nun?

Macht der Handwerker im Keller beim Endkunden ein Foto, weil er vielleicht einen Wasserschaden für die Versicherung dokumentieren muss, braucht er die Einwilligung des Eigentümers. Papier, Unterschrift, Bürokratie.
Ja richtig, das Fachhandwerk hat für so einen Quatsch schlichtweg keine Zeit und wie gesagt, hat es auch kein Interesse an der Weiterreichung.
Trotzdem, es lässt sich ja nicht ändern. (Für Diejenigen die noch ein Formular benötigen, ist unten ein Musterschreiben als PDF angehängt)

Eine Frage haben wir aber dann doch noch. So als Gedankenanstoß für die Politik.
Warum wird das nicht auch so diskutiert, wie gerade aktuell das Thema mit der Organspende? Es wäre doch ein Leichtes es generell gesetzlich zu verbieten, dass man mit persönlichen Daten Unfug betreibt. Sprich, wäre es doch sinnvoll, wenn generell gelten würde, dass die aktuell benötigte Aufnahme der Daten, nur gerade den Bestimmungszweck der Verwendung erlaubt. Da muss es doch einen einfacheren Weg geben.

Aber wenn wir was in Deutschland können, dann ja bekanntlich Bürokratie.

Datenschutz PDF

Immer auf die Kleinen

Immer auf die Kleinen

Vorweg möchten wir festhalten, dass wir Kupferrohrleitungen für einen tollen Werkstoff halten. Jeder Handwerker wird auch schon seine Erfahrungen damit gemacht haben und allein schon wegen dem Umweltgedanken, spricht vieles für die Verwendung der roten Metallrohre.

Und spätestens seitdem man die Verbindungen, im besten Fall „kalt“ presst, gibt es gute Gründe das Kupfer- dem Verbundrohr vorzuziehen. Und wenn man noch weiter denken möchte, so darf man beim Kupferrohr auch sicher sein, dass der Fachhandwerker sich mit der Verarbeitung von Kupferleitungen auch in Zukunft Arbeit in Aussicht gestellt hat. Und sei es nur ein altersbedingter Rohrbruch, das Kupfer, so wissen wir Alle, wird irgendwann kaputt gehen.

Also, nicht nur aus Handwerkersicht, Kupfer ist ein toller Werkstoff.

Jetzt lesen wir allerdings von einem Rechtsstreit, auf den uns ein Vereinsmitglied aufmerksam gemacht hat. Hier wurde nämlich ein Fachhandwerker auf Schadenersatz verklagt, da es innerhalb von fünf Jahren an einer von Ihm verlegten Leitung zu Korrosionsschäden kam. Als Ursache wurden Verunreinigungen in den Leitungen bestimmt, deren Verantwortung man dem Fachhandwerker zuordnete. Auch das man andere Ursachen für möglich hielt, reichte nicht. Der Fachhandwerker hätte dies beweisen müssen.

Am Ende musste der Fachbetrieb den entstandenen Schaden dann schließlich begleichen.

Was wir davon halten sollen, wissen wir eigentlich nicht.

Aber: Wir glauben, dass es auf Sicht für die Kupferhersteller besser gewesen wäre, dies nicht soweit kommen zu lassen. Für die Hersteller von Kupferrohren ist dies mit Sicherheit ein großer Imageschaden und zumindest unser Fachhandwerker wird nach dem Gerichtsurteil einen großen Bogen um diesen tollen Werkstoff machen.

Euer Team Handwerk e.V.

Unsere Partner