Wenn die Stadtwerke uns ärgern ….

Hier noch einmal unsere Reaktion, auf den Vorstoß der Stadtwerke Schleswig, die mit der Übernahme eines Handwerkbetriebes in direkter Konkurrenz mit den ortsansässigen Fachhandwerksbetrieben gehen.

 (*Ähnlich wurde auch die SHK Innung in Schleswig von uns angeschrieben, um eine angemessene Reaktion vom Fachhandwerk anzudenken)

 

Betr.: Der Bericht (Vorwort) in der SBZ 21.2017

 

Was erlauben sich „Strunz“……, wie bitte agieren die Stadtwerke Schleswig in ihrer Region ?

 Durch die neue Zeitrechnung der Digitalisierung und der damit verbundenen Transparenz, wird das Fachhandwerk vor neuen Herausforderungen gestellt. Die Modelle, die von Seiten der Industrie und dem Fachhandel in den Markt drängen, haben dabei alle den Fachhandwerker aus den Augen verloren.

Wenn unsere Marktpartner den „Point of Sale“ an sich reißen, werden wir weiter an Stellenwert verlieren. Sollten wir bei der Kundenansprache übergangen werden, laufen wir schlichtweg Gefahr, zum Erfüllungsgehilfen der Konzerne abzurutschen.

Der aktuelle Fall, wo die „Stadtwerke Schleswig“ mit der Übernahme eines Handwerkbetriebes, zur direkten Konkurrenz aufsteigen, ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich zur Wehr zu setzen.

Wir meinen, dieses Vorgehen eines Energieversorgers ist großer Mist,

und wir neigen zu sagen: „Das ist eine Kriegserklärung an die regionalen Fachbetriebe“. Aus unserer Sicht ist folgendes zu tun: Zuerst einmal wäre es von großer Bedeutung, dass man medienwirksam ordentlich Staub aufwirbelt. Man sollte alle Fachbetriebe in der Region anschreiben (nicht nur die Innungsbetriebe) und diese zu einer Versammlung einberufen. Dies sollte man öffentlich breit treten, sprich über die lokalen Radiosender und Zeitungen verbreiten. Auch der Aufruf an die Inhaber der einzelnen Betriebe, sollte über diese Medien zusätzlich erfolgen. Die Versammlung sollte dann als „Geschlossene Gesellschaft“ nach innen und außen kommuniziert werden.

Spätestens dann kann man sich sicher sein, dass man die nötige Aufmerksamkeit erfährt, die es bedarf. Wir wollen nicht so weit gehen und von einer Signalwirkung sprechen, aber dies würde deutschlandweit wahrgenommen werden und signalisieren, dass das Fachhandwerk eben nicht nur der Spielball von den großen Konzernen ist.

Das man auf der Versammlung hinter verschlossenen Türen „Tacheles“ redet, versteht sich von selbst. Hier sollte man aber auch mit einem Strom- und Gasanbieter kooperieren, der ein Modell vorstellt das jedem Fachbetrieb in der Region die Möglichkeit gibt, seinen Kunden einen alternativen Versorger anzubieten. Dies kann über zusätzliche Dienstleistungen und Provision auch eine interessante Zusatzeinnahme darstellen.

Im Anschluss würde dann eine entsprechende Pressemitteilung rausgehen, die allen Querdenkern signalisiert „Das Fachhandwerk wehrt sich“.

Team Handwerk e.V.